Glossar

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Das Ministerium ist u.a. zuständig für Stadtentwicklung, Wohnen, öffentliches Baurecht und Bauwesen. Ziel ist es, nachhaltige Städte zu entwickeln sowie die Qualität von Bautechnik, Bautechnologie und Baustoffen weiter zu entwickeln. Auf diesem Weg sollen die Lebensqualität erhöht und das soziale Klima dauerhaft verbessert werden. Ebenso werden beispielsweise die durch das Baugesetzbuch (BauGB) gesetzten planungsrechtlichen Rahmenbedingungen und die Nationale Stadtentwicklungspolitik vom Ministerium betreut und umgesetzt.

Quelle: www.bmub.de

Zwischennutzung

Als Zwischennutzungen werden neue, temporäre Nutzungen und Gestaltungen von brachgefallenen, also nicht mehr genutzten Flächen, bezeichnet. Der Zeitraum von der Nutzungsaufgabe bis zum Beginn der Folgenutzung wird oftmals für spontane und ungeplante Aktivitäten genutzt, besonders kreative Ideen werden an diesen Orten umgesetzt.

 Quelle: www.stadtumbaunrw.de

Raumaneignung

Raumaneignung bedeutet, den Raum seinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen nach zu nutzen, zu gestalten und an diesem Ort mitzubestimmen. Raumnutzer setzen sich dabei über bestimmte zugeschriebene Nutzungen und Grenzen hinweg, interpretieren Raumstrukturen neu und überformen und verändern diese dauerhaft oder temporär.

Quelle: www.igkulturwien.net

Quartier

Als Quartier wird der öffentliche Raum bezeichnet, der vor der Wohnungstür beginnt wo regelmäßig Aktivitäten stattfinden. Da jeder Mensch unterschiedlich große Aktionsräume hat, ist die räumliche Dimension eines Quartiers schwer einzugrenzen. Ein Stadtteil hingegen ist eine klar abgegrenzte Verwaltungseinheit.

Quelle: www.bbsr.bund.de

Nationale Stadtentwicklungspolitik

Die Nationale Stadtentwicklungspolitik beschreibt eine Gemeinschaftsinitiative von Bund, Ländern und Kommunen. Seit 2007 werden damit die in der Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt festgelegten Inhalte in Deutschland umgesetzt. Der Fokus liegt auf der Etablierung einer integrierten Stadtentwicklung, mit der auf die ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Städten und Gemeinden fachübergreifend reagiert werden soll.

Quelle: www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de

Gentrifizierung

Der Begriff Gentrifizierung, abgeleitet vom englischen Ausdruck „gentry“ (=niedriger Adel), beschreibt den Veränderungsprozess in Stadtteilen von einer statusniedrigeren zu einer statushöheren, finanzkräftigeren Bewohnerschaft. Oftmals wird dieser Verlauf durch bauliche Aufwertungen, Veränderungen in der Eigentümerstruktur und steigende Mietpreise begleitet.

 Quelle: www.difu.de

Aktivierung

Der Begriff Aktivierung ist eng mit der Idee des aktivierenden Staates verbunden. Die Handlungsmacht von Individuen soll gestärkt werden, so dass Projekte und Netzwerke sich möglichst selbst organisieren. Heute sollen in Bezug auf Leerstand lokale Akteure dazu beitragen, strukturelle Einschränkungen zu erkennen und neue Nutzungskonzepte zu entwickeln.

 Quelle: www.wuppertal.de

Stadterneuerung

Stadterneuerung beschreibt die bauliche Veränderung des Bestehenden. Dazu gehören beispielsweise Modernisierung, Verkehrsberuhigung oder auch Wohnumfeldverbesserung. Sanierungsgebiete sind rechtlich definierte Schwerpunkte der Stadterneuerung, in denen Fördermittel und Maßnahmen zur Quartiersentwicklung gebündelt werden.

 Quelle: www.uni-kassel.de